Peter-Maximilian Ronsdorf, 1997 in Geldern am Niederrhein geboren, lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Berlin.
Nach seiner ersten Ausstellung 2022 und einem Jahr, in dem er ununterbrochen gemalt hat, entstand 2023 die Serie Helium, der Moment, in dem er seinen eigenen Faden gefunden hat. Seitdem waren seine Arbeiten in Berlin, Melbourne, Mexico City, Seoul, New York, Los Angeles, München und Miami zu sehen, und sie befinden sich in privaten Sammlungen in Europa, Australien, Asien und den USA. Helium ist der Farbverlauf, und er ist der Grund, auf dem fast alles andere in Ronsdorfs Arbeit steht. Eine Farbe bewegt sich langsam in die nächste, Zone für Zone neu gemischt, so lange gearbeitet, bis in den Übergängen keine Stufe mehr steht. Darin gibt es nichts zu lesen außer dem Licht. Helium Terrain nimmt diesen Grund als Ausgangspunkt und zeigt das Gelände, das über die Jahre aus ihm gewachsen ist. Dazu gehört auch seine neueste Serie, Helium Drops. In ihr wird der Verlauf nicht mehr gestrichen, sondern Tropfen für Tropfen von Hand gesetzt, bis er sich aus der Distanz wieder zu Licht verbindet und aus der Nähe in Tausende einzelne, körperliche Punkte zerfällt. Für die Lobby des Grand Hotel Heiligendamm wollte Ronsdorf nicht eine einzige Serie zeigen, sondern eine kleine Reise durch seine Arbeit. Ruhige, weite Flächen treffen auf dichte Oberflächen, das Leise auf das Laute. Für den Raum ist eigens eine abstrakte Arbeit in Mixed Media entstanden, bewegt, geschichtet und voller Spuren, als bewusster Gegenpol zur Stille der Verläufe. Aus diesen Gegensätzen entsteht die Atmosphäre der Ausstellung. Erst im Kontrast wird spürbar, wie still ein Verlauf eigentlich ist und wie viel Bewegung in einer einzigen Fläche liegen kann. Was man darin findet, bleibt jedem selbst überlassen.
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